Jahreshauptversamlung 2018

9. März 2018

Bericht aus der PNP:

Rotthalmünster: Eine ganz andere Dienst- und Mitgliederversammlung hat es jetzt bei der Ortsfeuerwehr gegeben. Sie begann mit einem Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Feuerwehrkameraden, bei der ein Gedenkbaum geweiht wurde: An dessen Ästen hängen die Namen der verstorbenen Mitglieder. Der Baum soll im Feuerwehrgerätehaus jetzt immer an die verdienten Kameraden erinnern.

Pfarrer Jörg Fleischer hob die ehrenamtliche, unverzichtbare Arbeit der Wehrleute hervor. "Ob bei kirchlichen Ereignissen oder bei den Absperrungen – auf die Feuerwehr ist immer Verlass", sagte der Pfarrer. Kommandant Bernhard Köhler wies bei der Dienstversammlung darauf hin, dass man mit 83 Einsätzen und 661 Einsatzstunden weniger als im letzten Jahr gehabt habe. Andererseits sei die Wehr emotional stärker gefordert worden: Sie musste zu Orkanschäden ausrücken und es gab bei einem Brand und zwei Unfällen je ein Todesopfer zu beklagen. "Tatsache ist auch", betonte der Kommandant, "dass die technischen Hilfeleistungen (73 und sieben Brandeinsätze) immer umfangreicher und anspruchsvoller werden".

Pfarrer Jörg Fleischer (l.) gratulierte den Ausgezeichneten: (v.l.) Florian Ebertseder, Sebastian Surner, Kommandant Bernhard Köhler, Daniel Filor (neuer Gerätewart), Rosmarie Köhler, Stephan Hutterer, Hans Rieger, Christoph Schosser und Stefan Priermeier. − Fotos: Klute
Pfarrer Jörg Fleischer (l.) gratulierte den Ausgezeichneten: (v.l.) Florian Ebertseder, Sebastian Surner, Kommandant Bernhard Köhler, Daniel Filor (neuer Gerätewart), Rosmarie Köhler, Stephan Hutterer, Hans Rieger, Christoph Schosser und Stefan Priermeier. − Fotos: Klute

 

1509 Stunden verbrachten die Wehrleute bei Übungen. Bei den 35 Übungsterminen kristallisierte sich erneut heraus, dass vor allem ein Einsatz im Krankenhaus die Wehr vor große Herausforderungen stelle. In dem verwinkelten Gebäude müsse der Atemschutz die wichtigste Aufgabe übernehmen. An dieser Stelle würdigte Bernhard Köhler das Engagement, den Einsatz und die Kameradschaft der Mannschaft. "Nur zusammen können wir die an uns gestellten Erwartungen erfüllen."

 

Der Atemschutz steht unter neuer und alter Führung. Seit dem Berichtsjahr wird die Abteilung Atemschutz von Florian Ebertseder und Sebastian Daidrich mit Unterstützung von Sebastian Surner geleitet. Der Atemschutz stehe vor immer größeren Herausforderungen, stellten die Führungskräfte unisono fest. Um diese Herausforderungen meistern zu können, sei das Denken "mein Brand, meine Feuerwehr" abzustellen. Nur gemeinsam mit den anderen Wehren sei man stark und erfolgreich. Dazu wurde ein dreigliedriges Ausbildungs- und Übungskonzept entwickelt, das zukunftsweisend sei.

Sandra Rembart-Sigl berichtete in Personalunion als Jugendwartin und Schriftführerin über die Aktivitäten der zur Zeit aus neun Mitgliedern bestehenden Jugendfeuerwehr. Trotz intensiver Werbung habe man keine neuen Mitglieder gewinnen können. Man werde diese Aktivitäten aber dennoch weiterhin durchführen, vielleicht sei man ja doch erfolgreich, gab sie sich optimistisch. Drei Jugendliche konnten als Feuerwehrmänner in die Truppe übergehen. Vier Nachwuchsfeuerwehrleute hatten mit Feuereifer auf den Erwerb des Bayerischen Jugendleistungsabzeichen hingearbeitet und meisterten die Prüfung mit Bravour, sagte Sandra Rembart-Sigl nicht ohne Stolz.

Der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Christian Kopschitz, erklärte, dass die Idee zu dem Trauerbaum der 2. Vorsitzende Florian Schmidlehner gehabt habe. Zusammen mit Hans Geislberger wurde der Baum geschaffen. Der Vorstand ging auch auf die Vorbereitungen zur Feier des 150-jährigen Bestehens der Feuerwehr ein. Einen Festausschuss gibt es bereits, nun muss ein Patenverein gesucht werden. Das Los sollte zwischen Asbach und Weihmörting entscheiden – und Fahnenmutter Waltraud Hecka zog den Namen der Feuerwehr Asbach.

Nach dem Kassenbericht von Paul Priermeier mit der einstimmigen Entlastung der Vorstandschaft, gratulierte Bürgermeister Franz Schönmoser zu den Auszeichnungen und Beförderungen. Das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehr verdiene Respekt und Anerkennung, denn es werde immer schwieriger ehrenamtliche Helfer zu finden. Von Seiten der Gemeinde bekomme die Wehr volle Unterstützung und im Zeichen der zunehmenden technischen Hilfeleistung auch die entsprechende Ausrüstung, was finanziell für die Kommune machbar sei. Wichtig sei ihm auch die Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren – "das erhöht die Schlagkraft", sagte der Bürgermeister.

Kreisbrandmeister Alexander Wahle wies etwas schmunzelnd auf die neue Vorschrift hin, den Feuerwehrdienst bis zum 65. Lebensjahr ausüben zu dürfen. So lange es keine Nachwuchssorgen gebe, sei dieser Weg doch zweifelhaft.

Die Hausherrn der Dienstversammlung, Horst und Maris Dawin, hatten der Feuerwehr einen Scheck überreicht. Anlass war der Einsturz einer Giebelwand während der Bauphase. Die Feuerwehr war schnell präsent und half bei der Sicherung der Baustelle – dafür wollte man sich erkenntlich zeigen.

EHRUNGEN:

Kommandant Bernhard Köhler und Christian Kopschitz überreichten Ernennungs- und Beförderungsurkunden sowie Auszeichnungen für langjährige Mitglieder:

Leistungsabzeichen "Die Gruppe im Löscheinsatz" – Bronze: Christian Bubic, Philipp Brummer, Fabian Koskowski, Christof Reinl, Josef Stögmeier, Hans-Jürgen Hopfinger, Stefan Thiel und Felix Tiedke. – Silber: Fitz Hagn und Fabian Knan. – Gold: Benedikt Gröll. – Gold/Grün: Sebastian Daidrich, Günther Schosser und Ralf Zue.

Ernennungen zum Feuerwehrmann: Hans Rieger, Hans-Jürgen Hopfinger, Christoph Schosser und Dorian Cakaj; zur Oberfeuerwehrfrau Laura Tiedke, zum Löschmeister Sebastian Surner und Stefan Hutterer, zum Brandmeister und Zugführer Florian Ebertseder.

Auszeichnungen für Aktive Dienstzeiten: für 10 Jahre Sebastian Surner, Julia Kreileder und Wilhelm Löffler; für 25 Jahre Bernhard Nöbauer, Stefan Priermeier (Vorstand vom Förderverein) und Rosmarie Köhler; für 50 Jahre im Verein  Ehrenkommandant Hans Kopschitz und der ehemalige Vorsitzende Max Bauer; für 60 Jahre im Verein Karl Moll und Josef Baumann.